Entstehungsgeschichte

Schon seit vielen Jahren entwickelt oncampus E-Learning-Content. Zuerst wurden simple HTML-Editoren wie Dreamweaver oder Homesite genutzt, später jedoch wurde auf ein modernes XML-Template umgestellt. Hier wurde zuerst eine Eigenentwicklung namens TEN genutzt und später dann der Packager von Giunti Labs. Parallel wurden immer wieder Alternativen evaluiert und auch für verschiedene Projekte eingesetzt, u.a. MediaWiki, Presenter, Learncube, eLML, Open Office, DokuWiki und Captivate. Bei all diesen Projekten haben sich folgende Grundprobleme heraus kristallisiert:

  • Lizenzprobleme

Hochschulen und andere Bildungsanbieter haben aus unterschiedlichsten Gründen immer Probleme, Geld für Software auszugeben.

  • One-Source-Publishing

Man benötigt immer mehrere Formate aus einer Quelle, z.B. entwickelt man in XML und generiert daraus HTML, PDF und TeX. Entwickelt man jedes Format einzeln, hat man immer unterschiedliche Versionen.

  • SCORM

Ein Format, was in jeder Diskussion erwähnt wird und jeder haben will, aber in der Praxis fast nie funktioniert und bei uns nie eine große Rolle gespielt hat.

  • Versionsverwaltung

Man hat zum einen unterschiedliche Versionen des Contents zwischen Arbeits PC, Laptop, Heimarbeitsplatz und dem USB Stick und zum anderen gibt es bei der Autorensoftware das Problem der Versionsunterschiede und der Formate (siehe Word2003-DOC und Word2007-DOCX).

Nach 10 Jahren Autorensoftware-Erfahrung haben wir uns dann entschlossen, dass der bisherige Ansatz grundsätzlich falsch ist und man neu anfangen muss. Wir haben intern viel geredet, ausprobiert und diskutiert und immer wieder kamen wir zum Wiki. Als wir dann einmal alle Probleme des Wikis aufgeschrieben hatten, z.B. fehlende Struktur, keine Aufgaben, keine Ergonomie, Copy-Paste, PDF, Navigation etc. und dann einmal alle Erweiterungen evaluiert haben, kamen wir zum Entschluss, es auszuprobieren. Dann ging alles viel schneller, als wir selbst je gedacht hatten und nach drei Monaten (Februar 2012) war der erste Prototyp fertig. Im März starten wir schon mit den ersten vier Studienmodulen in der Virtuellen Fachhochschule, begleitet von einer Evaluation.

Das Abenteuer LOOPLearning Object Online Platform hat begonnen.